Aus Erfahrung

Aus meiner langjährigen beruflichen Erfahrung weiß ich, dass es immer mal wieder zu Ungerechtigkeiten kommen kann. Das lässt sich auch in einem Sozialstaat wie Deutschland nicht vermeiden. Was mich aber beunruhigt ist, dass es in en Deutschland immer mehr Armut gibt. Das ist für mich nicht nachvollziehbar und auch den Menschen nicht mehr vermittelbar.

  • Altersarmut: Immer Menschen in Deutschland beziehen Grundsicherung im Alter – und das obwohl sie teilweise eine langjährige Erwerbstätigkeit vorweisen können. Ursache für die finanzielle Notlage können Selbstständigkeit, Teilzeitbeschäftigung, niedrige Löhne, Erziehungs- und Pflegezeiten sein. Nach der aktuellen Rechtslage haben diese Menschen Anspruch auf Grundsicherung im Alter, um ihre Rente auf Sozialhilfeniveau aufzustocken.

Immer wieder erlebe ich in meinem beruflichen Alltag wie schwer es älteren Menschen fällt auf dem Sozialamt Hilfe zu beantragen, weil sie sich für ihre finanzielle Not schämen. Manche lehnen die Hilfe später auch ab, weil der Nachweis ihrer Bedürftigkeit dieses Gefühl noch verstärkt. Sie wünschen sich ein Leben im Alter in Würde. Der Bezug von Sozialhilfeleistungen kommt für sie deshalb nicht in Betracht. Die versteckte Altersarmut nimmt daher ebenfalls zu. Sie beschleunigt häufig die Vereinsamung der Älteren.

Durch die Absenkung des Rentenniveaus wird in den nächsten Jahren mit einer steigenden Altersarmut gerechnet. Daovn sind wieder besonders Frauen betroffen, weil sie besonders häufig nur ein geringeres Erwerbseinkommen haben. Diese Entwicklung müssen wir durch eine Neuordnung der Sozialsysteme aufhalten, denn Armut gefährdet zunehmend unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt!

Wir brauchen in Deutschland dringend eine steuerfinanzierte Garantierente über dem Sozialhilfeniveau. Nur eine Garantierente für alle, die mindestens 30 rentenversicherungspflichtige Jahre vorweisen können, verringert die Altersarmut und ermöglicht den Menschen gesellschaftliche Teilhabe. Die Menschen werden nicht länger stigmatisiert und können ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen.

 

 

 

 

 

 

 

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